| WEIDORDNUNG | |||||
| DER GEMEINDE JENAZ | |||||
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Art. 1 |
Allgemeines |
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Die Weiden und Alpen, inbegriffen die Gebäude, sind Eigentum der Ge- |
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meinde (Fremdvereina im Miteigentum). |
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Art. 2 |
Aufsicht |
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Der Gemeindevorstand beaufsichtigt und leitet das Alp- und Weidwesen. |
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Verantwortlich für die Bewirtschaftung der Kuhalpen sind die von den Alp- |
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bestössern gewählten Alpmeister. |
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Art. 3 |
Nutzung |
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Die Nutzung der Alpen und Weiden wird den hier wohnhaften Viehbesitzern |
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überlassen. Sie organisieren sich dazu in der Viehbesitzerversammlung. Diese |
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bestimmt den Beginn des Weidganges sowie die Alpbestossung und - entla- |
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dung. Den Allmendabtrieb bestimmt der Gemeindevorstand. |
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Die Gemeinde gibt das für die Kuhalpen und für die Kalberalp benötigte |
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Zaun- und Brennholz (für Gafia nur Zaunpfähle) unentgeltlich ab. |
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Art. 4 |
Stosszahlen |
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Die Alpen sind auf folgenden Ertrag eingeschätzt: |
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a) die Kuhalpen Nova und Larein je 100 Stösse |
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b) Galtviehalp Gafia 150 Stösse |
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c) Kalberalp 60 Stösse |
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d) Vereina 91 Jungviehweiden |
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e) Maiensässweiden 110 Kälberweiden |
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f) Sommer-Heimweiden 50 Stösse |
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Art. 5 |
Berechnung |
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Die Weiden werden wie folgt berechnet: |
der Stösse |
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Vereina: Für eine Stute mit Fohlen 3 Jungviehweiden |
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für ein 2- oder mehrjähriges Pferd 2 Jungviehweiden |
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für ein 1- jähriges Pfred 1 Jungviehweide |
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für eine Mese oder ein Rind 1 Jungviehweide |
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Bei den übrigen Alpen wird gerechnet: |
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für eine Kuh oder ein Rind 1 Kuhweide |
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für eine Mese 2/3 Kuhweiden |
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für ein Kalb 1/3 Kuhweide |
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Als Stichtag für das Alter gilt der 1. Juli. |
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Art. 6 |
Sömmerungs- |
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Die Alpen und die Sommerweiden in den Maiensässen sowie die Sommer- |
recht |
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heimweiden können - mit eigenem Vieh - im Verhältnis zur eigenen Grund- |
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futterbasis bestossen werden. Die Gemeinde kann im bisherigen Rahmen (ca. |
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100 Mesenstösse) Alpen pachten, die den eigenen gleichgestellt sind. |
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Grundsätzlich sind Niedergelassene und Bürger gleichberechtigt; sollte sich |
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eine Ueberbestossung ergeben, so hat bei gleicher Grundfutterbasis der Bür- |
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ger das Vorrecht. |
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Für verwiesene Tiere dürfen keine anderen weggenommen werden. Sämtliches |
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im Frühjahr auf die Allmende und in die Alpen getriebene Vieh muss deutlich |
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gezeichnet sein. |
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Art. 7 |
Sömmerungs- |
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Sömmerungsanspruch haben: |
anspruch |
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a) Kuhalpen |
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Kühe (inkl. sommergalte) bis zur erfüllten Stosszahl (über die Zugehörigkeit |
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zu den beiden Kuhalpen besteht eine Abgrenzung im Dorf). |
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b) Gafia |
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Mutterkühe, Rinder, trächtige Mesen, Kälber und kastrierte Kalberstiere. |
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Leere Mesen müssen besamt werden, oder es muss zusätzlich zum Hirtlohn |
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Fr. 50.-- bezahlt werden. |
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c) Kalberalp |
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Sommergalte Kühe, sofern diese bis Ende September 9 Monate trächtig sind; |
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Rinder, wobei solche, die bis Ende September 9 Monate trächtig sind, das |
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Vorrecht haben. Erfolgen mehr Anmeldungen als Stösse zur Verfügung |
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stehen, können pro Betrieb höchstens zwei Stück gesömmert werden. |
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Rindrig gewordene Tiere müssen in eine andere Alp verstellt werden. |
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d) Vereina |
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Mesen, Kälber, Ochsen, Zwick und Pferde. |
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e) Maiensässweiden |
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Heuerpferde; Kälber (ausgenommen Kalberstiere); Mesen, sofern krank (tier- |
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ärztliches Zeugnis erforderlich). |
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f) Sommerheimweiden |
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Heimkühe; Hüden sowie Kalberstiere, die ab 1. März gebohren sind. Kälber, |
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die ab 1. März gebohren sind, können gebührenfrei nachgemeldet werden. |
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Tiere, die vorzeitig von der Alp genommen werden, dürfen nicht ersetzt |
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werden, ausgenommen Kuhalpen. |
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Krankheitshalber aus der Alp genommene Tiere dürfen nur auf Grund eines |
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tierärztlichen Zeugnisses im Heimkuhkreis oder in den Maiensässen ausge- |
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lassen werden. |
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In den Maiensässen dürfen Heimkühe nur während der Heu- und Emdernte |
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ausgelassen werden. |
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Für Hüden, die unbehirtet im Heimkuhkreis belassen werden, muss eine Taxe |
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von Fr. 40.-- bezahlt werden, die in die Hirtlohnrechnung fällt. |
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Kühe müssen im Frühling und während der Alpzeit am Tag oder in der Nacht |
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eingestallt werden. |
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Art. 8 |
An- und Ab- |
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Die Sömmerungsanmeldungen sind bis zum 1. April schriftlich dem Gemein- |
meldung |
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devorstand einzureichen. Bei verspäteter Anmeldung wird eine Gebühr von |
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Fr. 10.-- erhoben. Nachmeldungen können nur im Rahmen der verfügbaren |
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Stosszahl berücksichtigt werden. Die Gebühr für Nachmeldungen beträgt Fr. |
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5.-- pro Stück. Für Abmeldungen nach dem 1. April sind für Alpkühe Fr. |
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50.-- und die Weidtaxe; für Heimkühe die Weidtaxe; für alle übrigen Tiere |
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Hirtlohn und Weidtaxe zu bezahlen. Ausmerztiere können bis zum 1. Mai, |
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Notausmerz, Notfälle mit tierärztlichem Zeugnis und Tiere, die verworfen |
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haben, bis zur Alpfahrt gebührenfrei abgemeldet werden. Für Tiere, die wäh- |
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rend der Alpzeit der Versicherung fallen oder nicht länger als 3 Tage die |
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Sömmerung benutzen, sind keine Sömmerungskosten zu bezahlen. |
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Art. 9 |
Zuteilung |
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Die Zuteilung der zur Sömmerung angemeldeten Tiere auf die einzelnen |
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Alpen oder Weiden wird auf Grund von Bericht und Antrag des Gemeinde- |
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vorstandes von der Viehbesitzerversammlung beschlossen. |
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Für den Ausgleich zwischen den einzelnen Alpen gilt die Häusertour. Mass- |
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gebend ist der Wohnsitz am 1. April. |
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Art. 10 |
Hirtenkühe |
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In der Kalberalp kann der Hirt eine Kuh, in Gafia zwei Kühe oder Anrech- |
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nung auf die Stosszahl sömmern. Es müssen eigene oder wenn möglich Kühe |
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aus der Gemeinde Jenaz sein. |
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Art. 11 |
Gemeinwerk |
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Für jedes im Frühjahr und im Herbst auf die Alpen und Gemeindeweiden ge- |
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triebene Stück Grossvieh ist vom Viehbesitzer Gemeinwerk gemäss den Wei- |
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sungen des Weidfachchefs zu leisten. In besonderen Fällen kann der Weid- |
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fachchef Gemeinwerkpflichtige aufbieten. |
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Die Pflichtleistung beträgt im Jahr pro Stück Grossvieh und Pferd je 1 |
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Stunde auf der Allmende und auf der Alp. |
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Für die Allmende zählt jedes Tier, das im Frühjahr oder im Herbst auf die |
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Weide getrieben wird. |
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Aufsicht und Kontrolle organisiert der Gemeindevorstand. Die Ansätze für |
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zuviel oder zuwenig geleistete Stunden setzt der Gemeindevorstand fest, wo- |
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bei zuwenig geleistete Stunden mit einem Zuschlag von mindestens 50% be- |
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lastet werden. |
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Für Knaben, die das 14. Altersjahr im laufenden Jahr erfüllen, wird das halbe |
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Gemeinwerk angerechnet. Wird das geleistete Gemeinwerk durch die Kon- |
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trolle nicht erfasst, so hat der Pflichtige dies schriftlich innert drei Tagen dem |
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Weidfachchef zu melden. |
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Der Zeitpunkt des Frühjahr-Gemeinwerkes wird durch die Viehbesitzerver- |
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sammlung, das Alpgemeinwerk durch den Gemeindevorstand festgesetzt. In |
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ausserordentlichen Fällen kann der Gemeindevorstand das Alpgemeinwerk |
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erlassen. |
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Art. 12 |
Zäune |
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Auf der Allmende darf kein Boden eingezäunt werden. Ausnahmen kann der |
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Gemeindevorstand bewilligen, sofern die Bodennutzung dies als zweck- |
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mässig erscheinen lässt, sowie - auf schriftliches Gesuch hin - für Kälber im |
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unteren Valdavos. Solche Gesuche sind jährlich zu erneuern. |
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Sämtliche Anstösser an die Allmende sind verpflichtet, für zweckmässige |
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Zäune zu sorgen, andernfalls werden diese durch die Gemeinde auf Kosten |
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der Pflichtigen erstellt bzw. instandgestellt. |
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Art. 13 |
Taxen |
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Für die Nutzung der Alpen und Weiden erhebt die Gemeinde Weidtaxen und |
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auf den Kuhalpen zusätzlich ein Standgeld. Die Nutzungsgebühren werden - |
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auf Antrag des Gemeindevorstandes - durch die Gemeindeversammlung fest- |
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gesetzt. Niedergelassene bezahlen einen Zuschlag von 25% auf die Bürger- |
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taxe, mindestens aber 50% des Nutzungswertes (Kantonales Gemeindege- |
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setz, Art. 33 und 39). |
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Art. 14 |
Kleinvieh |
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Für Kleinvieh gelten folgende Bestimmungen: |
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Gemeinwerk 1 Stunde pro Stück |
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Weidgang Vor und nach der Alpung: Falar und Gemeindegüter. |
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Beginn und Ende des Weidganges für Kleinvieh ist frei. |
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Art. 15 |
Rechnungswesen |
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Die Weidtaxen und das Standgeld auf den Kuhalpen werden durch die Ge- |
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meindekanzlei eingezogen. |
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Galtviehsömmerungen werden zusammengezählt und gleichmässig auf das |
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gesömmerte Galtvieh verteilt. An die Zaunkosten für die Kalberalp werden |
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zusätzlich Fr. 10.-- pro Stück erhoben. |
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Der Weidfachchef erstellt die Hirtlohnrechnung und besorgt den Einzug. |
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Art. 16 |
Strafbestimmungen |
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Ergeben sich Schwierigkeiten bei der Anwendung dieser Weidordnung, ent- |
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scheidet der Gemeindevorstand. |
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Wer gegen diese Weidordnung oder gegen Verfügungen verstösst, die auf |
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Grund derselben erlassen werden, kann vom Gemeindevorstand mit Busse |
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bis Fr. 500.-- bestraft werden. |
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Art. 17 |
Inkrafttreten |
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Diese Weidordnung tritt nach Annahme durch die Gemeindeversammlung |
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auf den 28. März 1996 in Kraft und ersetzt die Weidordnung vom 25.1.1978 |
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und alle seither zu derselben erlassenen Gemeindebeschlüsse. |
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Von der Gemeindeversammlung angenommen am 28. März 1996 |
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Weidtaxen |
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Bürger |
Niedergelassene |
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Fr. |
Fr. |
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Kuhalpen: |
Kühe und Rinder |
18.00 |
22.50 |
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Standgeld |
15.00 |
15.00 |
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Kalberalp: |
Rinder |
24.00 |
30.00 |
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|
sommergalte Kühe |
36.00 |
45.00 |
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Gafia: |
Rinder und Mutterkühe |
18.00 |
22.50 |
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Mesen |
16.00 |
20.00 |
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Kälber |
10.00 |
12.50 |
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Vereina: |
Kälber |
8.00 |
10.00 |
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|
3 jährige Ochsen |
12.00 |
15.00 |
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|
Mese/2 jährige Ochsen |
10.00 |
12.50 |
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|
Pferde: |
Jährlinge |
16.00 |
20.00 |
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|
Mehrjährige |
20.00 |
24.00 |
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|
Stute mit Fohlen |
28.00 |
35.00 |
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|
Maiensässe: |
Kranke Mesen |
16.00 |
20.00 |
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|
Kälber |
12.00 |
15.00 |
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|
Pferde, mehrjährig |
44.00 |
55.00 |
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|
Pferde mit Fohlen |
56.00 |
70.00 |
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Heimweiden: |
Kühe |
14.00 |
17.50 |
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|
Kälber |
12.00 |
15.00 |
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|
Kälber nach dem 1.3. gebohren |
6.00 |
7.50 |
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Für Tiere, die nur die Frühjahrs- und Herbstweide oder nur eine alleine benutzen, wird folgende |
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Taxe berechnet: |
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Kühe, Rinder und Mutterkühe |
4.00 |
5.00 |
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Mesen |
3.00 |
4.00 |
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|
Kälber |
2.00 |
2.50 |
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Pferde, 1 jährig |
4.00 |
5.00 |
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mehrjährig |
6.00 |
7.50 |
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|
mit Fohlen |
8.00 |
10.00 |
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Ziegen / Schafe |
1.00 |
1.25 |
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